Heuschnupfen - Pollenallergie

Aktualisiert: 29. Juli


Mit den ersten Frühlingsstrahlen kitzelt nicht nur die Sonne die Nase, sondern auch die eifrig tanzenden Blütenpollen. Was für die Einen ein Grund zur Freude ist, ist für Menschen die unter Heuschnupfen leiden der Beginn einer belastenden Zeit. Auch heuer scheint es, als setze die Pollenbelastung früher und intensiver ein.

Aber was ist Heuschnupfen eigentlich? Welche Symptome sind typisch und wie können sie die Pollenbelastung reduzieren? Gibt es aus der Naturmedizin Alternativen zu Heuschnupfen-Tabletten und Nasenspray und was kann Ihnen langfristig wirklich helfen? Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen rund um Heuschnupfen und Pollenallergie gesammelt.


Heuschnupfen – weit verbreitet und behandlungsbedürftig


Das Thema Allergie hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Besonders in den westlichen Industriestaaten hat sich die Zahl der Menschen mit Allergien in den letzten Jahrzehnten verzwanzigfacht. Knapp ein Drittel der erwachsenen Deutschen haben mindestens eine ärztlich bestätigte Allergie – bei 15% der Erwachsenen wird im Laufe ihres Lebens Heuschnupfen diagnostiziert. Pollenallergie ist damit die häufigste Allergieform. In Österreich und der Schweiz ist es ähnlich.


Nicht nur die Heuschnupfen Symptome sind dabei lästig, denn über die Jahre kann sich aus einer unbehandelten Pollenallergie Asthma entwickeln. Bis zu 50 Prozent der Menschen mit Heuschnupfen, die diesen nicht behandeln, bekommen innerhalb von 5 bis 15 Jahren die Diagnose Asthma. Bei behandelten Patienten sind es nur 10-20%.

 

Was ist Heuschnupfen?


Heuschnupfen ist ein Symptom einer Pollenallergie. Medizinisch gesehen handelt es sich bei einer Pollenallergie um eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut – ausgelöst durch Pflanzenpollen. Ärzte sprechen daher auch von allergischer Rhinitis oder von Pollinosis.




Was passiert bei Heuschnupfen? Er ist, wie jede Allergie, eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf einen an sich harmlosen Stoff, der in den Körper gelangt und vom Immunsystem als fremd erkannt wird. Unser Immunsystem ist unsere Körperabwehr, und seine Aufgabe ist es, uns vor Eindringlingen wie Viren, Bakterien und anderen Gefahren zu schützen. Normalerweise kann es zwischen schädlichen und harmlosen Substanzen unterscheiden. Ist ein Mensch allerdings allergisch, ist diese Fähigkeit zur Unterscheidung, auch Immuntoleranz genannt, gestört. Das Immunsystem stuft einen unbedenklichen Eindringling als gefährlich ein und sensibilisiert den Körper darauf - es trainiert die Abwehr gegen den Stoff. Wenn Sie unter einer Pollenallergie leiden, ist ihr Körper also falsch trainiert: dringen Pollen über die Schleimhäute in Ihren Körper ein, startet Ihr Immunsystem seine Abwehrreaktion, um den Stoff unschädlich zu machen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Botenstoff Histamin. Das für die Abwehr freigesetzte Histamin bewirkt im Körper zahlreiche Reaktionen, die dann Heuschnupfen-Symptome auslösen.


 

Heuschnupfen – Symptome


Welche Symptome ein Heuschnupfen auslöst, ist sehr individuell. Manchmal können bei den Betroffenen nur einzelne Symptome auftreten und diese unterschiedlich stark ausgeprägt sein, manchmal können Heuschnupfen-Geplagte unter verschiedenen Beschwerden gleichzeitig leiden.

Typische Heuschnupfen-Symptome sind:

Kribbeln in der Nase, Niesen und fließender Schnupfen

Eine laufende Nase und Niesen sind die häufigsten Heuschnupfen-Beschwerden. Daneben jucken vielen Allergikern die Augen, bei hoher Pollenbelastung kann sogar eine Bindehautentzündung auftreten.

Halsschmerzen

Husten

Augen: Jucken bis Bindehautentzündung